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SOHLAND lebt!

Treffen, Austauschen & GenieรŸen im Dorfzentrum

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Ab aufs Feld

Das Projekt wurde in Form von zwei Vortrรคgen in Markersdorf am 30.09.2026 oder am 07.10.2026 in Sohland im Dorfcafรฉ vorgestellt. Hier ein kleiner Bericht darรผber: https://gkg-markersdorf-koenigshain.de/archiv/


Unser Projekt โ€žAb aufs Feldโ€œ bringt frischen Wind nach Ostsachsen und wurde dafรผr beim Wettbewerb „machen!2025“ der Deutschen Stiftung fรผr Engagement und Ehrenamt in der Kategorie „Engagement fรผr mehr Lebensqualitรคt und ein gutes Miteinander“ ausgezeichnet.
Auf dem Heckenhof in Sohland am Rotstein kommen zu monatlichen Aktionstagen Jugendliche (u.a. mit Fluchthintergrund), Gรคrtner*innen und Dorfbewohner*innen zusammen, um gemeinsam anzupacken.
Orientiert an den Ressourcen aller Teilnehmenden, werden sie Teil der landwirtschaftlichen Tรคtigkeiten wie Pflanzenpflege, Ernte, Verarbeitung, Holzarbeiten oder Tierversorgung.
Das anschlieรŸende Picknick bietet Raum fรผr weiteren interkulturellen Austausch und Mรถglichkeiten voneinander zu lernen.
Dabei kรถnnen die Jugendlichen ihren Wortschatz erweitern und Selbstwirksamkeit erfahren. So wรคchst auf dem Feld nicht nur Gemรผse, sondern auch Vertrauen, ermรถglicht Miteinander und Teilhabe.
Unser Anliegen ist es, gemeinsam Begegnungen zu schaffen, die Brรผcken bauen und neue Perspektiven รถffnen und somit gesellschaftliche Teilhabe und Integration fรถrdern.
Denn um ein interkulturelles Verstรคndnis aufzubauen, ist es von groรŸer Bedeutung, ein vielfรคtiges Miteinader zu stรคrken.

Johanna Hoffmann (Sozialarbeiterin) & Magdalena Rohlf (Heilpรคdagogin)

Was bisher geschah โ€“ โ€žAb aufs Feldโ€œ ist gestartet

Dank des Preisgeldes von โ€žmachen! 2025โ€œ und der wundervollen Unterstรผtzung durch โ€žSohland lebt! e.V.โ€œ konnten wir unser Projekt โ€žAb aufs Feldโ€œ im vergangenen Jahr starten.

Mit dem Projekt mรถchten wir โ€“ Magdalena Rohlf (Heilpรคdagogin) und Johanna Hoffmann (Sozialarbeiterin) โ€“ das Potenzial der bislang wenig bekannten Sozialen Landwirtschaft in der Oberlausitz stรคrken. Sie verbindet Landwirtschaft mit Sozialer Arbeit und wirkt therapeutisch sowie rehabilitativ. RegelmรครŸig besuchen wir mit 4 bis 9 Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund der Chancenwerkstatt Oberlausitz den Heckenhof in Sohland am Rotstein.

Die interkulturelle Gruppe ist hรคufig mit Herausforderungen wie Isolation, Perspektivlosigkeit und belastenden Lebenssituationen konfrontiert. Unser Projekt bietet ihnen Stabilitรคt, Gemeinschaft und neue Perspektiven.

So arbeiten wir gemeinsam mit den Gรคrtnern auf dem Feld und lernen vielseitige landwirtschaftliche Tรคtigkeiten kennen. Zu den Aktionen werden, wenn mรถglich, andere Mitglieder der SoLawi oder aus dem Dorf und der Region eingeladen. Das anschlieรŸende gemeinsame Essen schafft weiteren Raum fรผr Begegnung und Austausch.

Im Jahresverlauf fanden unterschiedliche Aktionen statt: Holzarbeiten, Obstbaum- und Beerenpflege, die gemeinsame Kรผrbisernte zum Erntedankfest, bei der ein ganzes Feld abgeerntet wurde, sowie eine Apfelaktion im Herbst, bei der die Jugendlichen alle Schritte bis zum Apfelsaft miterlebten. Im Dezember banden wir gemeinsam Krรคnze aus Naturmaterialien, welche die Jugendlichen stolz in ihren Zimmern aufhingen oder an liebe Menschen verschenkten.

Ein besonderes Highlight war eine Feueraktion auf Wunsch eines Jugendlichen: Nach der Feldarbeit sammelten wir Holz, probierten das Feuermachen mit Feuerstahl aus und saรŸen anschlieรŸend beim Stockbrot und Abendessen zusammen โ€“ ein sehr verbindender Moment.
AuรŸerdem lieben es die Jugendlichen, wenn der Trecker zum Einsatz kommt und sie diesen auch selbst mal ausprobieren dรผrfen.

Es ist fรผr uns besonders schรถn zu beobachten, wie die Jugendlichen zunehmend Vertrauen zum Ort und zu den Menschen aufbauen. Der Heckenhof hat sich zu einem echten Wohlfรผhlort entwickelt. Die Jugendlichen bewegen sich frei, erleben Selbstwirksamkeit und werden in ihrer Individualitรคt angenommen. Es entstehen Gesprรคche mit Tiefgang, interkultureller Austausch und echte Begegnung.

Das Besondere liegt in der Verbindung von niedrigschwelliger Begegnung, gelebter Demokratiearbeit im lรคndlichen Raum und einer bedรผrfnisorientierten Ausrichtung. Lokal verankert und in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten arbeiten wir flexibel entlang aktueller Bedarfe. So entsteht fรผr die Jugendlichen ein geschรผtzter Raum mit Wohlfรผhlqualitรคt, der Vertrauen stรคrkt und nachhaltige Entwicklung ermรถglicht. Wir wollen Teilhabe, Integration und interkulturellen Austausch fรถrdern sowie die Resilienz und Selbstwirksamkeit der Jugendlichen stรคrken. Gerade im lรคndlichen Raum Ostsachsens ist es dabei zentral, Raum fรผr ein vielfรคltiges Miteinander zu schaffen und auf diese Weise auch neue Lebensrรคume zu gestalten.

Unser besonderer Dank gilt Odilia und Florian vom Heckenhof fรผr die herzliche, vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie โ€žSohland lebt!โ€œ fรผr die Unterstรผtzung und die Mรถglichkeit, das Projekt umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Fรผr die kommenden Monate planen wir weitere Aktionen. Zudem mรถchten wir das Projekt kรผnftig noch sichtbarer machen und es beispielsweise im Rahmen der Interkulturellen Woche im September vorstellen.

Wir wollen alle, die Lust haben, die ein oder andere Aktion mitzumachen, herzlich einladen! Schreibt uns, Magdalena und Johanna gern an:


info@ab-aufs-feld.de


Gemeinsam ernten, gemeinsam essen

Zwischen Kartoffelreihe und Feuerstelle entsteht in Ostsachsen ein Ort des sozialen Lernens fรผr Jugendliche mit Fluchthintergrund. Der Verein Sohland lebt! e. V., der im Ort auch ein Dorfcafรฉ betreibt, lรคdt ein, Landwirtschaft mitzugestalten, von der Aussaat bis zum Kochen. Die Jugendlichen packen dort an โ€“ ebenso wie andere Mitglieder der Dorfgemeinschaft, die sich an den Aktionstagen beteiligen. Auf dem Feld kรถnnen sich alle sinnstiftend einbringen und beim abschlieรŸenden Picknick besser kennenlernen.

Quelle: Broschรผre „machen!2025“, Seite 12


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